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 Vicht im April 2021 Sehr geehrte Frau Essers, sehr geehrter Herr Grobusch, entschuldigen Sie bitte, dass ich mich erst jetzt zurückmelde, aber nach den letzten Berichterstattungen in der Zeitung, in der es von vielen Seiten nur noch darum ging, die IG Schönes Vicht zu beschädigen und an den Pranger zu stellen, habe ich ehrlicher Weise kaum noch Kraft zu telefonieren - das alles macht uns sehr betroffen. Ich setzte mich seit über 40 Jahren ehrenamtlich ein und bin mit meinem Vorstandsteam der IG schönes Vicht in vielen Bereichen aktiv und für unsere Dorfgemeinschaft tätig. Wir haben gemeinsam zahlreiche Projekte, die Sie in der Vergangenheit auch begleitet haben, umgesetzt. Die Arbeit unseres Vereins wurde mehrfach honoriert und ausgezeichnet (u.a. „Unser Dorf hat Zukunft“ - 3. Platz; Auszeichnung „Großes ehrenamtliches Engagement“). Die Initiative zur Gründung des Dorfladens, die Neuinstallation des Vichter Friedenskreuzes, die Pflege um die Johanneskappelle, Pflege von Dorfzentrum und Waldwege, Aufstellung von Bänken, Ruhemöglichkeiten, Müllsammelaktionen u.a. in unserem Wald, die Einrichtung des Lehmjöreswanderweges und vieles, vieles mehr. Wir veranstalten einmal jährlich unser Sommerfest in Kooperation mit dem Kindergarten, stellen den Weihnachtsbaum mit Weihnachtsbaumsingen auf, sind Ansprechpartner und Helfer in sehr vielen Belangen etc. Bei der Projektidee haben wir von vorneherein die Verwaltung und die Städteregion sehr eng mit eingebunden. Die Stadt Stolberg und die Städteregion hatten uns im August 2020 vorgeschlagen, mit der Projektidee in den Umweltbeirat zu gehen, um zu prüfen, ob eine Befreiung möglich ist. Sie fanden die Idee des Natur- und Heimatlehrpfades in Kombination mit dem Heimatblick sehr gut und begrüßenswert und haben dem Verein ihre Unterstützung zugesagt. Der Bürgermeister hat sogar zusammen mit dem 1. Beigeordneten, einen Tag, nachdem der Umweltbeirat im Oktober seine grundsätzliche Zustimmung gegeben hatte, das Projekt bei den überörtlichen Fördermittelgebern vorgestellt und hier die Tür für weitere Gespräche geöffnet (7. Oktober). Darüber hinaus hat die Stadt uns bei der Erstellung des Artenschutzgutachtens und dem landschaftspflegerischen Begleitplans unterstützt. So war ein Vermesser vor Ort, Daten wurden geliefert zur Erstellung, auch die Zusage, dass der Ausgleich über das städtische Ökopunktekonto erfolgen könnte etc. Wir haben uns, wie bei allen anderen vorherigen Projekten, auch sehr eng mit Stadt und Städteregion abgestimmt. Zusammen haben wir, nachdem der Umweltbeirat in seiner zweiten Sitzung dem Projekt zugestimmt hatte, gemeinsam mit Bürgermeister und zahlreichen Mitgliedern das Projekt der Presse vorgestellt. Der Bürgermeister hat uns im Namen der Verwaltung vor Ort (beim Pressetermin) weiterhin seine Unterstützung zugesagt und sehr lobende Worte gefunden. Wir haben die Projektidee 5 Tage, nachdem der Pressebericht erschienen ist zurückgezogen, als wir mit Gegenstimmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft konfrontiert wurden, weil wir von der IG niemals etwas gegen den Willen von Mitbürgern durchsetzen wollten und werden. Wir sind, wie das bei uns in Vicht üblich ist, sofort mit den Kritikern ins Gespräch gekommen - einige hatten Leserbriefe geschrieben - und freuen uns darüber, dass man uns von Seiten der zahlreichen Projektgegnern, nachdem wir das Projekt ad acta gelegt hatten, weiter gemeinsam für das Dorf unterstützen will und dem Verein weiterhin positiv gegenübersteht (das positive Schreiben der betreffenden Vichter im Anhang, hat uns gestern erreicht). Es ist sehr traurig zu sehen, dass obwohl die Projektidee von allen höheren Stellen unterstützt worden ist und von Seiten der IG innerhalb von 5 Tagen zurückgezogen wurde, unser Verein weiterhin so beschädigt wird und gänzlich allein gelassen wird. Das hohe Maß an Vorwürfen etc. geschieht unseres Erachtens mit voller Absicht. In einem sehr positiven Termin mit BM Haas und dem Dezernenten Tobias Röhm haben wir am gestrigen Tag, vereinbart, dass wir gemeinsam mit der Umweltbehörde der Städteregion Ausgleichsmaßnahmen für die gefällten Bäume vor Ort vornehmen werden. Dazu sind wir als IG natürlich bereit. Die Städteregion hat uns diesbzgl. ihre volle Unterstützung zugesagt, gleiches gilt für die Stadt Stolberg. In Kürze werden wir gemeinsam die genaue Umsetzung bekannt geben. Denn unsere Heimat uns unser Dorf liegt uns sehr am Herzen. Wir, die IG Vicht, sind ein Verein, der viel für die Menschen getan hat, und wir danken allen auch Stadt und Städteregion aber auch den vielen, vielen, die uns auch jetzt positiv zureden. Bei der ein oder anderen Stelle waren wir verwundert, dass man uns plötzlich so alleine lässt. Aber wir wollen in die Zukunft blicken. Wir hoffen, dass wir auch Sie von der Presse, zukünftig wieder mit bereichernden Themen und Aktionen ansprechen können. Viele Grüße sendet Ihnen im Namen des Vorstandes Günter Scheepers
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